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Nachhaltiger Mountainbike Tourismus

Grundlagen

Mountainbiken ist populär geworden. Der Sport hat sich in den letzten Jahren vom Nischensport hin zum boomenden Freizeitsport entwickelt. In der Schweiz fahren knapp 7.9% der Gesamtbevölkerung also 550’000 Personen Mountainbike [1, S. 24]. Trotz Corona kommt es 2020 zu einem regelrechten Verkaufsboom (+37,4%) [2]. Auch im Tourismus spielt das MTB eine immer wichtigere Rolle. Das zahlungsstarke Segment unterstützt den Ganzjahrestourismus und rückt verstärkt in den Fokus von Destinationen unter 2.000 m ü. M., die sich klimawandelbedingt strategisch neu ausrichten müssen [3, S. 117], [4, S. 52].

 

Ziel der Ausarbeitung «Nachhaltiger Mountainbike Tourismus» der IMBA Schweiz ist es, einen umfassenden Überblick zum Thema «Mountainbike Infrastruktur und Umwelt» zu geben und aufzuzeigen, dass ein gut geplantes und unterhaltenes sowie offizielles, attraktives und sicheres Wegnetz umweltverträglich ist. Damit soll das gegenseitige Verständnis der unterschiedlichen Stakeholder auf Basis wissenschaftlicher Fakten und damit auch der zielgerichtete Austausch des Sports gefördert werden. Mit den Handlungsempfehlungen des Entwicklungskompass «Mountainbike und Umwelt» und der digitalen Bibliothek möchten wir zu einer nachhaltigen Entwicklung des Mountainbikens beitragen.

Im Folgenden wird zunächst das Mountainbikeland Schweiz vorgestellt, welches die Mountainbike Infrastruktur Entwicklung auf nationaler Ebene vorantreibt. Daraufhin wird der Entwicklungskompass in die Nachhaltigkeitsthematik eingeordnet und die Entstehung der Inhalte im Rahmen des Swiss Mountainbiking Projects beschrieben.

Mountainbikeland Schweiz

SchweizMobil koordiniert im Auftrag von Bund und Kantonen die offiziellen, signalisierten Mountainbikeland-Routen in der Schweiz. Das Routennetz umfasst 3 nationale, 16 regionale und 254 lokale Routen (Stand 2021).

 

Im Rahmen von Mountainbikeland Schweiz wird die offizielle, attraktive und sichere Mountainbike-Infrastruktur der Schweiz weiterentwickelt. Mountainbiken wird auf Basis des Veloweggesetzes als Teil des umweltfreundlichen Langsamverkehrs gefördert. Mit einer einheitlichen und breit abgestützten Systematik werden Grundlagen und Standards in den Bereichen Organisation, Infrastruktur und Informationen auf Bundes- und Kantonsebene geschaffen. Weiterführende Infromationen sind zu finden im «Mountainbikeland Schweiz: Manual Routen» [5].

 

SchweizMobil arbeitet im Mountainbikeland Schweiz eng mit den zuständigen kantonalen Langsamverkehrs-Fachstellen zusammen. Diese legen Prozesse und Verfahren für die Planung von MTB-Infrastruktur fest. Es ist in jedem Fall sinnvoll frühzeitig mit der zuständigen LV-Fachstelle oder SchweizMobil Kontakt aufzunehmen um die kantonal spezifischen Grundsätze zu klären.

Nachhaltiger Mountainbike Tourismus

Mountainbike Infrastruktur und Tourismus ist dann nachhaltig, wenn Umwelt, Soziale und Ökonomische Ziele als gleichwertig betrachtet werden. Die Bedürfnisse aller Stakeholder werden auf eine Art und Weise befriedigt, die keinen negativen Einfluss auf die Möglichkeiten zukünftiger Generationen/ Stakeholder hat (Adaption des Nachhaltigkeitsbegriffs des Wirtschaftslexikons [6]).

 

Dafür müssen drei Säulen der Nachhaltigkeit (Ökologie, Ökonomie und Soziales) ausgeglichen betrachtet und gleich gewichtet werden. Sie beeinflussen sich stetig untereinander und können nur gemeinsam zu einer nachhaltigen Entwicklung führen.

Die 3 Säulen der Nachhaltigkeit [7]

Entwicklungskompass «Mountainbike und Umwelt»

Die folgenden Ausführungen nehmen das Thema «Umwelt» in den Fokus. Dabei gelten die Grundsätze:

 

– Mit einem ausreichenden bedürfnis- und zielgruppenorientierten Mountainbike Angebot können Biker aktiv und sicher unter der Beachtung sensibler Zonen gelenkt werden.

– Gutes Wegdesign und akkurater Bau steuern das Nutzerverhalten, verhindert Erosion und lenken Wasser aktiv vom Weg ab. Durch Unterhaltsmanagement wird nicht nur die finanzielle Langlebigkeit einer attraktiven Mountainbike Infrastruktur gesichert wird.

 

Ergänzend zu bestehender Literatur, die darauf eingeht wie Boden, Flora und Fauna auf Mountainbiker reagieren (bspw. «Environmental Impacts of Mountainbiking» [8], und «Wie Boden,Flora und Faune auf Mountainbiker reagieren» [9]), sollen die Handlungsempfehlungen die nachhaltige Entwicklung des Mountainbike Freizeitsports und Tourismus in der Schweiz unterstützen. Sie beleuchten explizit und ausschliesslich die Natur tangierende Faktoren. Verfahren und Prozesse zur Mountainbike spezifischen Infrastrukturentwicklung werden von kantonalen Amtsstellen (in der Regel die LV-Fachstellen) in den jeweiligen Leitfäden oder Planungshilfen festgehalten. Zudem koordinieren diese Zuständigkeiten, Akteure und Verfahren und sind unbedingt in den Prozess mit einzubeziehen.

 

Der Aufbau der Handlungsempfehlungen im Folgenden orientiert sich an dem typisch durchlaufenen Zyklus einer neuen Anlage/Route bzw. der Homologation eines Weges zur gemeinsamen Nutzung. Es werden Umweltthemen in der Planung, dem Bau und Unterhalt sowie der Nutzung inklusive Sensibilisierungsmassnahmen betrachtet. Jedes Themengebiet ist in einer Einleitung zusammenfassend umschrieben und zeigt Handlungsempfehlungen zu umweltfreundlichem Verhalten auf. Zudem gibt die Vertiefung die Möglichkeit eines intensiveren Einblicks in die Thematik. Wichtige Begriffe sind untenstehend in einem Glossar aufgeführt.

Bibliothek

Die angegliederte Wissensbibliothek, vereinfacht Recherchearbeiten im Themenbereich Mountainbike und Umwelt und erleichtert die eigenständige Vertiefung in Unterthemen. Erfasst sind sowohl wissenschaftliche Arbeiten als auch nationale und internationale Empfehlungen. Filteroptionen wie bspw. «Bereiche des Trailmanagements», «Wegnutzungsform» oder «Art der Arbeit» regen zum Stöbern an.

Ziel, Methoden und Vorgehen

Der Entwicklungskompass «Mountainbike und Umwelt» basiert auf den Ergebnissen des Innotour-Projekts SMP «Swiss Mountainbiking Project». Dieses Projekt verfolgt das Ziel, relevante Grundlagen zu erarbeiten, um den Mountainbike-Tourismus in der Schweiz auf Angebotsseite effizienter zu gestalten und die touristische Wertschöpfung zu steigern. Im ersten Projektschritt standen folgende Ziele im Mittelpunkt:

 

– Bereitstellung einer dynamischen Grundlage für die Entwicklung des Mountainbike-Freizeitsports und

– Tourismus unter Berücksichtigung der ökologischen Nachhaltigkeit.

– Initiierung eines konsensorientierten Prozesses im Spannungsfeld der unterschiedlichen Ansprüche an nachhaltigen Mountainbike-Tourismus.

 

Um diese Ziele zu erreichen, diente ein mehrstufiges Vorgehen. Dabei kamen Methoden der Interviewtechnik (Experteninterviews) und andere Methoden (Praxisworkshop) zur Anwendung.

 

Zu Beginn wurden mithilfe einer Literatur- und Dokumentrecherche die Grundlagen des nachhaltigen Trailbaus analysiert (November 2020 – April 2021). Das Ergebnis bestand in einer kuratierten Literatur-Bibliothek mit wissenschaftlichen Artikeln. Basierend auf der Literatur- und Dokumentrecherche wurde ein Praxisworkshops mit einer Expertengruppe bestehend aus Umwelt Fachleuten, touristischen Organisationen, Trailbau-Unternehmen und weiteren Akteuren organisiert. Die Ergebnisse dieses Workshops dienten dazu, umweltrelevante Mountainbike-Themen aufzuzeigen, die weiter vertieft werden müssen. Der zweite Schritt (Mai 2021 – Juli 2021) umfasste die Diskussion der zu vertiefenden umweltrelevanten Themen. Dazu wurden Experteninterviews mit Fachleuten aus Umwelt, Tourismus und Trailbau geführt. Auf Basis der aktuellen Literatur wurden die umweltrelevanten Themen von der Projektgruppe mit der Unterstützung von Experten ausgearbeitet (Aug. 2021 – Okt. 2021). Im November 2021 wurden die Inhalte im Rahmen eines letzten gemeinsamen Workshops mit allen beteiligten Fachleuten und Experten abschiessend diskutiert.

 

Als Ergebnis des ersten Projektschrittes des «Swiss Mountainbiking Project» steht den Anwenderinnen und Anwendern ein Entwicklungskompass «Mountainbike und Umwelt» sowie eine digitale Bibliothek zur Verfügung. Dies im Sinne einer fachlich fundierten Grundlage für die Arbeit vor Ort und zur Förderung einer in ökologischer Hinsicht erfolgreichen Mountainbike-Entwicklung in Tourismus und Naherholung.

 

Der Entwicklungskompass «Mountainbike und Umwelt» richtet sich an Fachleute und Laien, die im Bereich der Mountainbike-Entwicklung tätig sind. Dazu gehören alle die mit der Mountainbike-Entwicklung zu tun haben, also Mountainbike-Vereine und Organisationen, Trailbauer, Trailplaner, Akteure im Tourismus und der Gemeinden als auch Fachleute der NGOs und der Umweltschutzorganisationen.

Impressum

IMBA Schweiz

Marktgasse 50
3011 Bern
+41 31 521 68 02
contact@imbaschweiz.ch

www. imbaschweiz.ch

 

Projektteam

Dave Spielmann; IMBA Schweiz

Michael Brügger; IMBA Schweiz

Lisa Wolfsteiner; IMBA Schweiz

 

Projektbegeleitung

Bruno Hirschi; SchweizMobil

Dominik Hug; SchweizMobil

Adrian Stäuble; BikerNetzwerk AG

Roger Walser; BikerNetzwerk AG

 

Lektorat

Janine Wiltz; Bikeplan

 

Expertengruppe

Andreas Boldt; Pro Natura

Andy Stalder; Mountainbike Luzern

Bruno Huggler; Crans-Montana Tourisme & Congrés

Christoph Müller; BFU

Claudio Caluori, Sacha Robert; Think & Build Velosolution GmbH

Claudio Föhn; Netzwerk Schweizer Pärke

Claus Caluori; Fachstelle LV Graubünden

Darco Cazin; Allegra Tourismus

David Clavadetscher, Klaus Walpen; Jagd Schweiz

Fabienne Repond; Schweiz Tourismus

Gabriela Keusch; Swiss Cycling

Gilles Rudaz; BAFU

Karina Liechti; Stiftung Landschaftschutz Schweiz

Kirsten Edelkraut; Eco Alpin SA

Marcel Moser, Rafael Rhyner; Trailworks Biketrails & Wanderwege GmbH

Maren Kern; Mountain Wilderness Schweiz

Mariano Berri; Organizzazione turistica Lago Maggiore e Valli

Martin Wyttenbach; ZHAW Institut für Umwelt und natürliche Ressourcen

Mathias Julen; Gemeinde Zermatt – Fachstelle Bike

Michael Roschi, Olivia Grimm; Schweizer Wanderwege

Pascal Krieger; Ferienregion Lenzerheide

René Schenker; Trailnet

Reto Saboz, Luca Rohrbach; Amt für Wald beider Basel

Reto Solèr; Verein «Natur & Freizeit»

Samuel Huber; STV – Schweizer Tourismus-Verband

Severin Gisler; Tiefbauamt Graubünden

Severin Schindler; vast trails

Thomas Egger; SAB

Thomy Vetterli; Bikegenossenschaft Zentralschweiz

 

© IMBA Schweiz 2021

Alle Rechte vorbehalten. Verwendung unter Quellenangabe (siehe Zitationsvorschlag) erlaubt. Kommerzielle Nutzung ausgeschlossen.

 

Zitationsvorschlag

IMBA Schweiz. Nachhaltiger Mountainbike Tourismus Fokus Umwelt und Infrastruktur: Entwicklungskompass «Mountainbike und Umwelt». ÜBERTHEMA – UNTERTHEMA. Bern 2021. Fachdokument Swiss Mountainbike Projekt Nr. 1.001. Online verfügbar unter: https://www.imbaschweiz.ch/de/services

Das Projekt wird unterstützt von Innotour, dem Förderinstrument vom Staatssekretariat für Wirtschaft SECO.

Glossar

Besucherlenkung

Clivaz et al. beschreiben Besucherlenkung im Projekt Visiman als «Massnahmen zur Beeinflussung von Besuchern hinsichtlich ihrer räumlichen, zeitlichen und quantitativen Verteilung sowie ihrer Verhaltensweisen mit dem Ziel, negative Auswirkungen auf die Schutzobjekte zu minimieren oder zu beseitigen (verändert nach Bähre 1996)». Strategien hierzu sind vielfältig und reichen z.B. von der Erhöhung des Angebots, der Erhöhung der Haltbarkeit bis hin zu Einschränkungen und Verboten.

Clivaz, C., Rupf, R., & Siegrist, D. (Eds.) (2013). Visiman: Beiträge zu Besuchermonitoring und Besuchermanagement in Pärken und naturnahen Erholungsgebieten: Vol. Schriftenreihe des Instituts für Landschaft und Freiraum. HSR Hochschule für Technik Rapperswil S.19. Online verfügbar unter: https://www.freizeitwald.ch/download/pictures/4f/0rofjzvhvrrgfvauipcbati55tdds7/visiman.pdf

Zusammengefasster Überblick unter https://www.visiman.ch/index.php?id=6489.
Desire lines

Desired lines entsprechen einer vom Nutzer bevorzugte Linienführung. Diese kann Beispielsweise eine offensichtliche Abkürzung, eine weniger steile Strecke oder ein Weg zu einem Point of Interest sein. Sie sollten bei der Planung sowie dem Weg Design beachtete werden, da sie sonst zusätzlich als Trampelpfade entstehen können.

Drainagetechniken

Drainagetechniken beeinflussen, wie sich das Wasser entlang des Trails verhält. Das Ziel ist, dem Wasser einen einfachen Weg zu bieten, sodass es vom Weg fort- und den Hang hinunterzufliessen kann. Zu den wichtigsten Techniken zählen Neigungswechsel und das talseitige Quergefälle.

Erosion
Erosion ist ein natürlicher Prozess, bei dem Gestein oder Boden durch Kräfte wie Wasser oder Wind abgetragen werden. Nutzererosion entsteht durch die verschiedenen Wegnutzungsformen..
Falllinie

Wasser, das einen Berg hinunterfliesst, folgt dem Weg des geringsten Widerstands, der so genannten Falllinie. Diese sollte beim Wegbau vermieden werden, denn ein Weg in der Falllinie wird durch das Wasser zunehmend ausgeschwemmt. Es bilden sich Rillen, Wurzeln werden freigelegt und die Umwelt wird beschädigt.

Felton, V. (2004). Trail Solutions: IMBA’s Guide to Building Sweet Singletrack (IMBA (International Mountain Bicycling Association) (ed.)). International Mountain Bicycling Association. S. 60

Full Bench Cut

Die Verwendung von «Full Bench Cuts» fördert die Langlebigkeit des Trails und führt zu weniger Unterhaltsarbeit.

Eine «Bank» (bench) ist in diesem Sinne ein Abschnitt der Lauffläche, der in die Seite oder Kontur eines Hügels gegraben ist. Das abgetragene Material sollte entfernt/ weggeschafft werden und nicht mit im Trail aufgebaut werden. Mit genügend Zeit und Mühe kann mit dieser Bauweise eine gleichmässige und stabile Lauffläche erzeugt werden, die ausgesprochen langlebig ist und nur geringen Unterhalt benötigt.

Felton, V. (2004). Trail Solutions: IMBA’s Guide to Building Sweet Singletrack (IMBA (International Mountain Bicycling Association) (ed.)). International Mountain Bicycling Association. S. 140ff.

GeschwindigkeitsmanagementGezieltes Design kann die auf dem Weg gefahrene Geschwindigkeit kontrollieren. Dazu können unter anderem Hindernisse am Wegrand, gezieltes Kurvendesign, das Lichtraumprofil oder die Wegneigung genutzt werden. Konstanter Flow (dieser kann auch technischer Natur sein) sollte dabei beibehalten werden.
Halbkreis-Senke

Halbkreis-Senken auch «Knicks» genannt, ist ein Abschnitt von ca. 1,5 bis 3 Metern, der ein halbkreisförmiges Quergefälle von ca. 15% aufweist. Sie können auch mit Gegenanstieg umgesetzt werden.

Felton, V. (2004). Trail Solutions: IMBA’s Guide to Building Sweet Singletrack (IMBA (International Mountain Bicycling Association) (ed.)). International Mountain Bicycling Association. S. 201

Bikeplan, RWO AG – Regions- und Wirtschaftszentrum Oberwallis, ARVR – Region Valais romand, & VWP – Valais/Wallis Promotion. (2019). Arbeitshilfe zum Bau und Unterhalt von Mountainbike-Wegen und -Pisten: Bestandsaufnahme und Empfehlungen für das Wallis (Version 1.0). S. 11 Online verfügbar unter: https: https://www.rw-oberwallis.ch/projekte/bike-valais-wallis

Lichtraumprofil

Das Lichtraumprofil bezeichnet einen definierten Raum der senkrechten Querebene eines Weges. Dieser Raum ist von Gegenständen, Ästen und ähnlichem freizuhalten.

Adaptiert aus: Lichtraumprofil und Fahrzeugbegrenzung im europäischen Schienenverkehr. (2020, September 23). Forschungs-Informations-System. Online verfügbar unter: https://www.forschungsinformationssystem.de/servlet/is/325031/

Mountainbike Anlagen

«MTB-Anlagen sind ausschliesslich dem Mountainbiken gewidmet (kein Misch- oder Gegenverkehr)». Zu ihnen zählen laut dem BFU Pisten und Parks.

Müller, C. (2019). Mountainbike-Anlagen: Sicherheitsaspekte bei Planung, Bau und Betrieb (Version 2.040). SchweizMobil; bfu,bpa,upi S. 7 Online verfügbar unter: https://www.bfu.ch/media/rfna2wnt/mountainbike-anlagen.pdf

Mountainbike Infrastruktur

Mountainbike Infrastruktur ist der Überbegriff von Weginfrastruktur, auf welcher das Mountainbiken gestattet ist. Sie wird weiter in Mountainbike Routen und Mountainbike Anlagen unterteilt.

Müller, C. (2019). Mountainbike-Anlagen: Sicherheitsaspekte bei Planung, Bau und Betrieb (Version 2.040). SchweizMobil; bfu,bpa,upi S. 7 Online verfügbar unter: https://www.bfu.ch/media/rfna2wnt/mountainbike-anlagen.pdf

Mountainbike Pisten

«MTB-Pisten werden nur in einer Richtung befahren (in der Regel abwärts), enthalten gebaute Elemente und sind speziell signalisiert. Der Start ist üblicher-weise mit einer Aufstiegshilfe erschlossen (Bergbahn, öffentlicher Verkehr). Leichte MTB-Pisten (Schwierigkeitsgrad blau) können in MTB-Routen integriert werden».

Müller, C. (2019). Mountainbike-Anlagen: Sicherheitsaspekte bei Planung, Bau und Betrieb (Version 2.040). SchweizMobil; bfu,bpa,upi S. 7 Online verfügbar unter: https://www.bfu.ch/media/rfna2wnt/mountainbike-anlagen.pdf

Mountainbike Routen

«MTB-Routen sind allgemein zugängliche Wege oder Pfade und werden meist mit anderen Nutzern geteilt«.

Müller, C. (2019). Mountainbike-Anlagen: Sicherheitsaspekte bei Planung, Bau und Betrieb (Version 2.040). SchweizMobil; bfu,bpa,upi S. 7 Online verfügbar unter:  https://www.bfu.ch/media/rfna2wnt/mountainbike-anlagen.pdf

Neigungswechsel

Ein Neigungswechsel ist eine Stelle, an der ein Weg abflacht und dann die Steigung ändert, indem er zuerst leicht abfällt, bevor er wieder ansteigt. Diese Änderung des Gefälles zwingt das Wasser dazu, den Weg am tiefsten Punkt der Gefälleumkehr zu verlassen.

Felton, V. (2004). Trail Solutions: IMBA’s Guide to Building Sweet Singletrack (IMBA (International Mountain Bicycling Association) (ed.)). International Mountain Bicycling Association. S. 67

Rolling Contour Design
Siehe Wellen-Mulden Design
Schützenswerte BereicheSchützenswerte Bereiche müssen differenziert werden in Naturschutzgebiete und andere offizielle Schutztypen sowie weitere, ungeschützte Naturflächen. Naturschutzgebiete haben eine Rechtsgrundlage, sind amtlich bezeichnet und haben festgelegte Perimeter und Schutzbestimmungen. Auch ausserhalb der Naturschutzgebiete gibt es sensible Zonen oder ökologisch wertvolle Flächen, z.B. aufgrund des Vorkommens gefährdeter Arten. Die Mountainbike spezifische Planung / Wegnetzplanung richtet sich unter anderem nach ausgewiesenen Schutzgebieten (auch Gewässerschutz), Landschafts- und Naturdenkmälern (BLN) sowie Lebensräumen von Flora und Fauna und setzt sich darüber hinaus aktiv mit weiteren sensiblen Bereichen auseinander.
SMPDas «Swiss Mountainbiking Project» (SMP) ist ein Innotour gefördertes Projekt der IMBA Schweiz. Es verfolgt das Ziel, das Mountainbike-Segment, als wichtige Einnahmequelle des Schweizer Sommertourismus, zu stärken. Interessensgruppen werden vernetzt, Wissen wird zusammengetragen und ergänzt. Dadurch können die Gestaltung und der Unterhalt von Trails (das Trail Management) professionalisiert werden. Infrastrukturen und Services im Tourismus können qualitativ ausgebaut werden und somit die Wertschöpfung gesteigert und eine langfristige Attraktivität gesichert werden.
TrasseeAls Trasse wird geplante oder bestehende Verlauf eines Weges bezeichnet.
Wellen-Mulden-Design

Ein Weg mit «Wellen-Mulden Design» zeichnet sich durch eine sanfte Neigung, stetige Neigungswechsel und ein Aussengefälle der Lauffläche aus. Diese Merkmale minimieren die Erosion des Weges, da das Wasser auf eine sanfte, nicht erosive Art und Weise abfliessen kann.

Felton, V. (2004). Trail Solutions: IMBA’s Guide to Building Sweet Singletrack (IMBA (International Mountain Bicycling Association) (ed.)). International Mountain Bicycling Association. S. 56

Zonierung
Entspricht der räumlichen Funktionstrennung von Nutz- und Umweltschutzzonen (siehe auch weiterführende Literatur zur Besucherlenkung bspw. das Projekt Visiman online verfügbar unter: https://www.visiman.ch/index.php?id=6489)

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